Waldwirtschaft ist Generationenwirtschaft

Stadtpolitik

Waldwirtschaft ist Generationenwirtschaft, deshalb ist es wichtig, bereits heute Maßnahmen zur „Naturverjüngung“ zu ergreifen, führt Fraktionsvorsitzender Marco Steinert zum Antrag der SPD-Fraktion an den Stadtverordnetenvorsteher Wilfried Appel aus. Appel ist gebeten, den Antrag auf die nächste Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung zu setzen.

Im Antrag heißt es u.a. weiter:

Die Fichten sind im Zierenberger Stadtwald bekanntermaßen aus Klimagründen bereits abgängig. Kahlschlag war nach Schädlingsbefall durch die anhaltenden Trockenheit bereits unvermeidlich. Auch die Buchen sind dem Trockenstress ausgesetzt. Das lichter werdende Laubdach der Buchen sorgt inzwischen dafür, dass die Bäume Sonnenbrand bekommen. Ihre Rinde wird zerstört. Ca. 20% des Bestandes werden mit Gewissheit verloren gehen. Durch einen gezielten Waldumbau müssen deshalb artenreiche und klimaresiliente Wälder mit überwiegend standortheimischen Baumarten geschaffen werden (Edellaubhölzer wie verschiedene Ahornarten, gemeine Esche, Bergulmen usw.). Das weiß auch die Zierenberger Forstwirtschaft und handelt bereits entsprechend. Durch gezielte Bewirtschaftung kann ein Buchenmischwald entwickelt werden. Die Edellaubhölzer vermehren sich von allein, wenn sie genügend Licht bekommen. Daher rührt der Begriff der Naturverjüngung.

Ein sehr wichtiger Schritt zur Unterstützung dieser Naturverjüngung bedeutet aber auch, den Verbiss durch Rehwild an jungen Edelholztrieben einzudämmen, die für die Tiere sehr schmackhaft sind. Wird ein junger vorherrschender Haupttrieb abgebissen, entsteht daraus bestenfalls noch ein Busch, aber kein hochwachsender Baum mehr, und schließlich wächst so statt verjüngten Waldes, längerfristig Buschland. Beim Wildverbiss anzusetzen bedeutet nun, die Interessen der Jagdgenossenschaft zu berühren. Dementsprechend muss sich die Stadtregierung in Gespräche mit den Pächtern und der Jagdgenossenschaft begeben und beraten, wie man sich optimal auf die erforderliche und zielführende wie auch dauerhafte Vermeidung derartige Schäden in der nahen Zukunft einrichten kann.

Oberelsungen, 27.03.2023

Manfred Kallenbach
Pressesprecher der
SPD Fraktion Zierenberg

 
 

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