Rentendiskussion
Die Diskussion der Rentenreform beunruhigt die junge Generation. Denn sie fürchtet darum, im Alter nicht ausgesorgt zu haben und schon heute zu viele Lasten tragen zu müssen.
Die Diskussion spaltet völlig unnötig die Gesellschaft, stellt Alt gegen Jung durch die Behauptung, immer weniger Arbeitnehmer müssten zu viele Rentner finanzieren. Tatsächlich finanziert kein Arbeitnehmer einen Rentner. Die Arbeitnehmeranzahl pro Rentner spielt für eine Berechnung keinerlei Rolle. Die Bruttolöhne plus Arbeitgeberanteile sind lediglich Berechnungsgrundlage für das proportional leistungsgerechte Abführen der Beiträge. Diese müssen vom Arbeitgeber zuerst eingenommen werden, bevor sie abgeführt werden können. Logik: Tatsächlich führt kein Arbeitnehmer persönlich einen Beitrag ab oder trägt unmittelbar eine finanzielle Last. Das tut nur jemand, der sich privat versichert und selbst bezahlt. Die Frage ist doch: Wie kann die Berechnungsgrundlage verbreitert werden? Es könnten Kapitaleinkünfte einbezogen werden. Versicherungsfremde Leistungen könnten komplett aus Steuern, etwa aus einer Vermögenssteuer statt aus der Bruttolohnsumme finanzieren werden. Pragmatismus ist gefragt, nicht Gejammer.
Manfred Kallenbach
