Windenergie in Zierenberg? - SPD will über die vom RP geplanten Vorranggebiete informieren und die Bürger beteiligen

Lokalpolitik

Windenergie in Zierenberg?
SPD will über die vom RP geplanten Vorranggebiete informieren und die Bürger beteiligen

„Die Energiewende geht uns alle an“, begründet die Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Zierenberg, Angelika Vialon, eine Initiative ihrer Fraktion. Wer den Ausstieg aus der Kernenergie befürworte, müsse auch bereit sein, erneuerbare Energien in seinem Umfeld zu akzeptieren.

Zierenberg nehme beim Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch aktuell im Landkreis Kassel einen der hinteren Plätze ein. Nach Überzeugung der SPD Fraktion der Stadt Zierenberg dürfe das nicht auf Dauer so bleiben, und „deshalb wollen wir für eine umfassende Information der Bürgerinnen und Bürger sorgen“, erklärt Vialon.

Der hessische Energiegipfel hatte im November 2011 empfohlen, zwei Prozent der Landesfläche als Vorranggebiete für Windenergie auszuweisen. Das Regierungspräsidium Kassel entwickelte daraufhin einen Kriterienkatalog, um rechtssicher festzulegen, an welchen Standorten in der Region zukünftig Windenergieanlagen aufgestellt werden dürfen. Dabei spielt die mittlere Windgeschwindigkeit ebenso eine Rolle wie z.B. der Abstand zur Wohnbebauung oder naturschutzrechtliche Anforderungen. Für das gesamte Gebiet der Stadt Zierenberg weist das nun vorliegende Windenergiekonzept des RP derzeit drei Vorranggebiete für Windenergie aus. Zwei davon liegen im Escheberger Wald und sind in Privatbesitz, beim dritten handelt es sich um das so genannte Hegeholz nahe Oberelsungen . Der Bärenberg wurde seitens der Regionalplanung bisher zwar untersucht und geprüft aber nicht als Vorranggebiet ausgewiesen. Die Stadt Zierenberg hat im Rahmen des Offenlegungsverfahrens bis zum 27.05.2013 eine Stellungnahme zu den ausgewiesenen Gebieten abzugeben und die Gelegenheit, den Bärenberg als städtische Fläche nochmals auf seine Eignung als so genanntes Vorranggebiet überprüfen zu lassen.

„Wir sollten uns die Möglichkeit offen halten, auf weiteren städtischen Flächen Windkraftanlagen zu errichten, auch um damit die finanzielle Situation der Stadt zu entspannen“, erklärt Vialon. Nach Überzeugung der SPD reiche es aber nicht aus, dass nur die Stadtkasse durch Pacht und Steuereinnahmen von Windkraftanlagen profitiert, sondern auch die Bürger müssten Vorteile haben, denn „schließlich werden sie eine Veränderung des Landschaftsbilds hinnehmen müssen, die mehrere Jahrzehnte lang bestehen wird“, macht Vialon deutlich. Deshalb wolle die SPD alle Möglichkeiten ausloten, wie Bürger an den Einnahmen beteiligt und eine weitestgehend regionale Wertschöpfung sichergestellt werden kann. „Wir könnten uns gut vorstellen, dass sich in Zierenberg eine Energiegenossenschaft gründet und wollen dabei auf Erfahrungen anderer Kommunen zurückzugreifen, die schon weiter sind“, betont die Fraktionsvorsitzende.

„Besonders wichtig ist uns die Meinung der Bürger unserer Stadt zur Windkraft zu hören, sie mit einzubeziehen und die Möglichkeit zu eröffnen, Fragen und Bedenken mit Experten zu diskutieren“, sagt Vialon. Deshalb bereite die SPD-Fraktion eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger der Stadt vor, bei der anerkannte Experten ebenso wie die politisch Verantwortlichen Rede und Antwort stehen.

 
 

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