Die laut werdende Diskussion um die sogenannte Reichensteuer ist Spiegelfechterei.
Es geht im Grunde um Nichts. Trotzdem kochen die Emotionen hoch. Weniger als 10 % aller Steuerzahler in Deutschland dürften davon betroffen sein. Wer nach Abzug von Werbungskosten sowie Alters- und Krankenversicherung mehr als 210.000 Euro zu versteuern hat, wird sich kaum daran stören, für jeden zusätzlichen Euro darüber hinaus, statt 45 Cent dann 47,5 oder 50 Cent abgeben zu müssen. Die Betroffenen profitieren an anderer Stelle. Der Staat leiht sich ihr Geld, das sie selber nicht brauchen oder produktiv investieren. Für diese Schulden zahlt er Zinsen aus allgemeinen Steuermitteln. So werden Wohlhabende am Ende noch reicher gemacht. Ganz ohne Neid gefragt: Wozu ist so etwas gut?
34289 Zierenberg, 21.05.2026
Manfred Kallenbach
Stv. Ortsvereins-Vorsitzender und
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtpralament
